Wie werden die Auswirkungen einer Temperaturzunahme um 2°C im Hochgebirge verständlich? Im Projekt 2°C-VR erleben Sekundarschüler mittels einer Virtual Reality (VR) Experience Szenarien einer zukünftigen Welt über bzw. unter dem 2°C-Ziel. Die emotionale VR-Erfahrung und die Möglichkeiten der Interaktion sowie des Dialogs sollen zeigen, dass jeder einzelne, durch Änderung des persönlichen Verhaltens oder politischen Aktivismus, einen Beitrag leisten kann, um unter dem 2°C-Ziel zu bleiben.
Seit der industriellen Revolution hat der anthropogene Ausstoss von Treibhausgasen das Klima drastisch verändert und die globalen Temperaturen sind stark angestiegen. Mit dem 2°C-Ziel hat die internationale Politik ein rechtlich bindendes Abkommen verabschiedet mit dem Zweck, den globalen Anstieg der Temperaturen auf deutlich weniger als 2°C zu begrenzen. Dieses Ziel ist einfach formuliert, aber für die meisten Menschen schwer zu erfassen.
Die Auswirkungen des Klimawandels und des 2°C-Ziels werden in einer Wanderausstellung (im Nationalparkzentrum Zernez und im World Natur Forum Naters) für die Besucher erlebbar gemacht. Dank hoch aufgelöster Geodaten und einer professionellen Game-Umgebung können die Benutzer in eine überzeugende Rekonstruktion der alpinen Umgebung versetzt werden. Die Gletscherschmelze und die damit einhergehenden Veränderung der gesamten alpinen Umgebung kann im Zeitraffer emotional und realitätsnah miterlebt, interaktiv gesteuert und durch cleveres Verhalten gebremst werden.
Die ausgelösten Emotionen führen nicht unbedingt zu nachhaltigen Verhaltensänderungen. Daher wird die VR-Erfahrung mit einem Raum für den Dialog über Ursachen und Handlungsmöglichkeiten kombiniert.