Am Donnerstag, 14. November feierten wir die Eröffnung der Ausstellung If you follow the river long enough.
Lautes Platschen, ein glucksendes Echo, spritzend, strudelnd, gleitend – eine Figur, die sowohl im Wasser als auch an Land verweilt, sich dazwischen bewegt, den Fluss bewacht und dich näher ruft, formverändernd, wild, und alles zugleich. In If you follow the river long enough mit Dietikon Projektraum möchten wir die gängigen Geschichten über Meerjungfrauen hinterfragen: Als verführerisch und damit gefährlich verurteilt, für die Wissenschaft verstümmelt, da ihr Aussehen nicht nur eines ist des Betrugs bezichtigt, als Gegenpol zu Reinheit und Tugend gebrandmarkt, in der Werbung objektiviert und sexualisiert. Wir folgen dieser Figur der Meerjungfrau, um hinter den glänzenden Vorhang der Macht zu blicken, die danach strebt, zu beherrschen und zu besitzen. Um die Akteure von Geschichten zu enthüllen, die sich die Erzählung der Kontrolle über (alle Arten von) Körpern zueigen machen.
Die Ausstellung präsentierte Arbeiten von Seba Calfuqueo, Lila-Zoé Krauß und Sohorab Rabbey und umfasste Filmvorführungen, Archivmaterial und eine Sammlung kultureller Referenzen.
Kuratiert von Angela Fusco, Mira Tyrina und Olga Popova. Mentoriert von Kim Anni Bassen, Paloma Ayala, Anselm Franke.
Diese Ausstellung ist ein Satellitenprojekt von ART FLOW, einer Initiative, bei der Künstler mit der Region Limmattal interagieren. Die Kunstwerke werden im öffentlichen Raum und in lokalen Institutionen wie dem Haus Regina in Dietikon in Zusammenarbeit mit dem Dietikon Projektraum ausgestellt und ermutigen die lokale Bevölkerung, das Limmattal neu zu entdecken. ART FLOW ist ein Beitrag zum Programm Regionale 2025.