Wie können Ton und Bild unter dem Aspekt von Raum und Zeit zusammenkommen? Wie kann Klang die Bedeutung des Bildes prägen und umgekehrt? Die Arbeit des Sound Designs im Film ist eine Arbeit im Zusammenspiel zwischen bewegten Bildern und Ton. Diese manifestiert sich im Film innerhalb der Bewegung und des Bildschnittes der beiden zeitbasierten Medien und der direkten Koppelung des Klanges an diese Zeitlichkeit und an die Bewegung. Die folgende Literaturrecherche erforscht, unter welchen gemeinsamen Aspekten Klang und Bild betrachtet werden können, wenn die direkte Koppelung des Klanges an die Bewegung im Bild wegfällt. Folgende Arbeit befasst sich mit der Beziehung von Klang und Malerei und ihr Potential für einen Kontext innerhalb der bildenden Kunst und der Ausstellungspraxis.
Ausgehend von der Wahrnehmungspsychologie und von Forschungen aus der Neurologie, werden zunächst Klang und Malerei im jeweiligen Kontext von Zeit und Raum untersucht. Dabei werden sowohl die Wahrnehmung von Klang, wie auch die Wahrnehmung von Malerei unter dem Aspekt des inneren und äusseren Raumes, wie auch der Zeit und der Empfindung von Rhythmus untersucht. Anhand von historischen und zeitgenössischen Beispielen in denen Klang und Malerei innerhalb eines räumlichen Setups zusammenkommen, rückt die Wichtigkeit einer szenischen und räumlichen Setzung in den Fokus. Die Zeitlichkeit wird durch die mehr oder weniger aktive Bewegung der Rezipierenden in diesem Raum deutlich. Der Raum und die sich darin entfaltene Zeit sind ausschlaggebend für eine Verbindung von Klang und Malerei, welche über die Eigenständigkeit der beiden Medien hinaus, innerhalb einer räumlichen Szenerie eine weitere Bedeutung durch unsere sinnliche Wahrnehmung bildet.