Inhalte
Anregen, provozieren, bewegen, verändern: Künstlerisch-pädagogische Handlungen und Denkweisen leisten spezifische Beiträge zu gesellschaftlichen Diskursen. Der Major «Critical Social Practice in Art Education» nimmt diese Qualität als Ausgangspunkt, um künstlerisch-edukative Arbeitsformen in institutionellen wie auch non-formalen Settings weiterzuentwickeln und dabei den Blick auf dringende soziale, politische, wirtschaftliche und/oder ökologische Fragestellungen zu richten.
Kunst wird hier als gesellschaftskritischer Modus Operandi verstanden, als handlungsbefähigende und veränderungswirksame Praxis, mittels derer soziale Felder um- oder gar neugestaltet werden können. Das Studium adressiert Themen und Praktiken wie Zusammenarbeit in Communitys, soziale Intervention, ästhetisches Experimentieren, interdisziplinäres Forschen und künstlerischer Aktivismus. Es werden aktuelle Diskurse zu Care-Praktiken, Klimagerechtigkeit, Critical Urbanism, gesellschaftlichem Wandel und künstlerischem Aktionismus aufgegriffen. Der öffentliche soziale Raum dient als Ort für partizipative Interventionen und kritische Auseinandersetzungen mit tradierten wie auch zukünftigen Formen der Vermittlung.
Der Major auf Masterstufe wendet sich an Personen mit nachweisbarer Erfahrung in soziokultureller Vermittlungsarbeit und mit künstlerischem Profil. Inhaltlich wie auch strukturell baut das Studium auf Teamarbeit auf und fördert die Entwicklung und Reflexion erfahrungsbasierter professioneller Praxen der Kunstvermittlung an der Schnittstelle von Bildungsinstitutionen, kulturellen Organisationen, öffentlichem Raum und sozialen Gruppen.
Damit sind die Studierenden in der Lage, die Tätigkeitsfelder der institutionellen und non-formalen künstlerisch-edukativen Arbeit weiterzuentwickeln und nachhaltig zu transformieren.