Die Doppeltagung stellt zwei auf den ersten Blick unvereinbare Themen einander gegenüber. Die Verbindung ist Schönbergs Wiener Schüler Egon Wellesz, der auch als Begründer der musikalischen Byzantinistik gilt. Ein Referat und ein klingender Vergleich unter anderem anhand der «Missa graeca» sollen in die verschiedenen Klangwelten des gregorianischen beziehungsweise byzantinischen Liturgiegesangs einführen. Schönberg, dessen Biographie von Wien nach Los Angeles, also von Ost nach West, verlief, war als Kompositionslehrer berühmt. Seine bekanntesten Privatschüler waren Alban Berg und Anton Webern in Wien. Doch auch an seinen späteren Lebensstationen (Berlin, New York, Los Angeles) betreute Schönberg junge
Komponisten. Diese Tatsache ist bekannt. Viel zu wenig weiss man jedoch über die Details seines Unterrichts: Wie spielte dieser sich ab? Wie kommunizierten Lehrer und Schüler miteinander? Welchen Anteil hatte die grundlegende Handwerkslehre? Wie stark griff Schönberg in den Kompositionsprozess ein?
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Eine Koproduktion von ZHdK, Master Performance, Institute for Music
Research und SMG, Sektion Zürich