Jahrestagung des Doktoratsprogramms Epistemologien ästhetischer Praktiken
Den sozialen, politischen und ökologischen Krisen der Gegenwart begegnen Künstler*innen und Kulturschaffende mit spezifischen Praktiken, deren transformatives Potenzial in den letzten Jahren breit verhandelt worden ist. Besonders auch Aspekte des Reparierens bzw. der Wiedergutmachung und des Vorbereitens treten dabei in den Fokus kunsttheoretischer Debatten. Diese Herangehensweisen gehen oft weit über das bloße Aufzeigen von Missständen und Katastrophenszenarien hinaus. Vielmehr explorieren sie neue Zugänge, die einen Raum für Dialog, Verständnis, Trost, Wiedergutmachung und Ermächtigung schaffen wollen. Implizit und explizit verwenden, unterstellen und formulieren diese Praktiken immer auch differente und differenzierende Konzepte von Zeit. Sie nutzen Zeit als Material und Ressource, die aber zugleich und zunächst der Formung und Formierung bedürfen. Entsprechend kann entsprechend ein vielfältiges Bild gezeichnet werden von sich überlagernden Zeithorizonten und -erfordernissen, kollidierenden Zeitverknappungen und strategischen Langzeitplanungen, Endzeitstimmungen, überschrittenen Kipppunkten und Beschleunigungseffekten, Vorbereitungsmaßnahmen und Verzögerungstaktiken, bis hin zu euphorischen Erneuerungen technologischer Fortschrittsideologien – kurz: ein Nebeneinander von Stillstand, Gleichzeitigkeit und Beschleunigung.
Die Jahrestagung des Doktoratsprogramms Epistemologien ästhetischer Praktiken widmet sich der Reflexion von Zeitkonzepten in gegenwärtigen ästhetischen Praktiken hinsichtlich eines allgemeinen transformativen Potenzials. Dabei sollen aktuelle Zeitbezüge mit ihrer Performanz in den Künsten grundlegend verschränkt betrachtet werden.
Den sozialen, politischen und ökologischen Krisen der Gegenwart begegnen Künstler*innen und Kulturschaffende mit spezifischen Praktiken, deren transformatives Potenzial in den letzten Jahren breit verhandelt worden ist. Implizit und explizit verwenden, unterstellen und formulieren diese Praktiken immer auch differente und differenzierende Konzepte von Zeit. Die Jahrestagung des Doktoratsprogramms Epistemologien ästhetischer Praktiken untersucht diese Zeitkonzepte in gegenwärtigen ästhetischen Praktiken hinsichtlich eines allgemeinen transformativen Potenzials.
www.tagungeap.ch
VERANSTALTUNGSORTE:
Toni-Areal, Zürcher Hochschule der Künste, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich
https://maps.app.goo.gl/Uzx1c53HK8e6Pevh9
Sternwarte, Collegium Helveticum, ETHZ, Schmelzbergstrasse 25, 8006 Zürich
https://maps.app.goo.gl/FsFC8ebyffU8nLRe7
PROGRAMM
Donnerstag, 10. Oktober
Toni-Areal, Hörsaal 1 (Z.K01)
16.45 Uhr Eröffnung der Jahrestagung
Begrüssung Judith Siegmund
17.00 Uhr Keynote
Kodwo Eshun: tba (Moderation Judith Siegmund)
18.00 Uhr Pause
18.30 Uhr Keynote
Silvy Chakkalakal: tba (Moderation Benno Wirz)
19.30 Uhr Apéro Riche
Freitag, 11. Oktober
Sternwarte, Meridiansaal
10.00 Uhr Vortrag
Birgit Eusterschulte: Geschichte reparieren? Künstlerisches Historisieren als intervenierende Praxis (Moderation Mirjam Steiner)
11.00 Uhr Pause
11.30 Uhr Vortrag
Nisaar Ulama: Gegenstandslose Welten. Konstruktionen des politischen Kollektivkörpers zwischen Operativität und Repräsentation (Moderation Lorenz Mayr)
12.30 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Workshop
Anna Bromley: Erzählen, Zuhören, Editieren und Lesen als Zeitpraxen in A Voice Exists in Voicing (Moderation Polina Stohnushko)
15.00 Uhr Pause
15.30 Uhr Vortrag
Neele Illner: Aktiver Passivismus im mündlichen Erzählen (Moderation Madlyn Sauer)
16.30 Uhr Pause
17.00 Uhr Vortrag
Michael Fesca: Schrill – einfach groovy! Zu Zeitlichkeiten, Narrationen und Bildern lässiger Zukünfte (Moderation Guido Staudacher)
Samstag, 12. Oktober
Sternwarte, Meridiansaal
10.00 Uhr Vortrag
Guido Staudacher, Lorenz Mayr: Vico und Herder. Zur Gegenwärtigkeit historischen Denkens in der Ästhetik (Moderation Dominique Raemy)
11.00 Uhr Pause
11.30 Uhr Vortrag
Marcus Quent: Gegenwartskunst am Scheitelpunkt von Globalem und Planetarischem (Moderation Dario Spilimbergo)
12.30 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Workshop
Steph Holl-Trieu, Carina Erdmann: Temporal Worlding (Moderation Mats Werchohlad)
15.00 Uhr Abschlussdiskussion
16.00 Uhr Tagungsende