Inhalte
Quer durch die Disziplinen stellen Ausstellungsformate ein zunehmend bedeutendes Mittel der gesellschaftlichen Reflexion und Selbstverständigung dar. Der Major «Curatorial Studies» vermittelt zukünftigen Kurator:innen die Grundlagen einer kritischen und engagierten Ausstellungspraxis im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart. Über das gesamte Masterprogramm hinweg stehen Kulturtechniken des «Framing», der Rahmung und Inszenierung von Inhalten, im Fokus – und damit die Fähigkeit zur kritischen, historischen sowie kulturellen Kontextualisierung und Vermittlung. Entsprechend arbeiten die Studierenden mit avancierten und experimentellen kulturellen Produktionsformen wie auch mit aktuellen Diskursen aus den Kultur- und Geschichtswissenschaften.
Vermittlung im Kontext von Ausstellungen und musealer Forschung erkennt und entfaltet ihr Potenzial als eigenständige kulturelle Praxis, welche Ausstellungen und Institutionen reflektiert, erweitert und verändert. Ob in der Auseinandersetzung mit inszenierten Geschichtsnarrativen, mit den experimentellen Gegenwartskünsten oder mit anderen kulturellen Phänomenen postdigitaler Gesellschaften: Die Studierenden werden dazu befähigt, neue, wirkungsvolle Wissens- und Vermittlungsformen zu entwickeln.
Konzeptionell verbindet das Studienprogramm «Curatorial Studies» den eigenen fachlichen Diskurs sowie die Theorie von Kunst, Kultur und Gesellschaft mit einer innovativen Praxis des Kuratierens. Kommunikativ leitet es zu Interpretation, Reflexion und Vermittlung an. Organisatorisch führt es projektorientiert in Konzeption und Management von Ausstellungen und Vermittlungsangeboten ein. Die Lehrveranstaltungen zielen auf die systematische Verbindung von Fachwissen und Praxiswissen ab und bereiten die Studierenden so auf ein anspruchsvolles Berufsfeld vor. Projektarbeit spielt dabei eine wichtige Rolle.