Biografie
Prof. Dr. Jochen Kiefer arbeit seit 1995 als Dramaturg, Projektentwickler und Spielleiter. Er war Lehrbeauftragter für Theaterpraxis am Institut für Theater- und Medienwissenschaften der Universität Hildesheim, Programmdramaturg des Lofft in Leipzig und Chefdramaturg an der Kulturinsel Halle/Saale (Schauspiel und Puppenspiel). Er studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und war Doktorandenstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft im interdisziplinären Graduiertenkolleg "Authentizität als Darstellung"
Seine Promotion „Die Puppe als Metapher den Schauspieler zu denken“
erschien 2004 bei Alexander Verlag Berlin. Als Produktionsdramaturg
von „Allein das Meer“ nach Amos Oz wurde er 2006 zum Berliner
Theatertreffen eingeladen, mit der Uraufführung des „Seefahrerstück“
im selben Jahr nominiert. Gemeinsam mit Jos Houben (Paris)
konzipierte er die Stadtverführungen für Theater der Welt 2008 und
entwickelte mit der Choreografin Heike Hennig „Rituale“ und "Maria XXX", Tanzopern für Georg Friedrich Händel in Kooperation mit der Oper Leipzig.
Seit 2009 ist Jochen Kiefer Leiter der Vertiefung BA Dramaturgie am
Departement Darstellende Künste und Film der Zürcher Hochschule der
Künste und seit 2017 Professor für Dramaturgie und Leiter des Praxisfelds Dramaturgie in BA & MA.
Er war Leiter des SNF-Forschungsprojekts "Das Spiel mit den Gefühlen" am Forschungsinstitut ipf des Departements Darstellende Künste und Film der ZHdK.
An der ZHdK war er ausserdem Mitglied des Kuratoriums der Agentur Z+, des Festival Highlights sowie Leiter der Programmgruppe der HochschulbühneA. Er hat den Vorsitz der AG Kollegium Kuration inne und ist Mitinitiator und Projektleiter des hochschulweiten Kurationsprojekts "Revisiting Black Mountain College".
"Das Zürcher Studium der Dramaturgie findet im Zentrum einer der größten Kunsthochschulen Europas statt und richtet sich an junge Theaterschaffende und -interessierte, die projektorientiert und mit Fokus auf eigene Autorschaften Dramaturgie studieren wollen. Denn es wird in Zukunft nicht mehr nur darum gehen, Theater zu machen, sondern Öffentlichkeiten zu inszenieren, Teilhabe an künstlerischen Prozessen zu organisieren sowie die Offenheit und Freiheit politischer und ästhetischer Reflexion wirksam zu halten."
Jochen Kiefer, März 2018