Der Ansatz für dieses Projekt war, durch das gegenseitige Zeigen von Performances in einen gemeinsamen kreativen Austausch einzusteigen. Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Theaterausbildung der WITS University wurden durch reguläre Unterrichtsbesuche ermöglicht. Die Studierenden konnten sich ein individuelles Wochenprogramm zusammenstellen. Einer der Hauptgründe für die Wahl des Zeitpunktes im August 2013 war, dass in diesem Zeitraum das Performance-Festival zum Thema Aids und Homosexualität «SEX-actually-Festival» stattgefunden hat. Dadurch wurde ermöglicht, in dieser Woche zusätzlich zum Austausch durch die Performances der Studierenden und den Einblicken in die Ausbildungskultur in verschiedene Darstellungsweisen eines politischen Themas inhaltlich wie auch formatbezogen eintauchen zu können. Ein wesentlicher Bestandteil des Austausches war, dass nach unserem Besuch auch Studierende der WITS University im darauffolgenden Frühjahr nach Zürich an die ZHdK reisen sollten. Dies kam jedoch leider nicht zu Stande, da gerade im Sommer 2013 an der WITS University im Bereich Drama for Life ein Leitungswechsel stattfand und somit vonseiten der WITS University das Projekt mit den erforderlichen Anträgen für Unterstützungsbeiträge nicht weiter verfolgt werden konnte.
Gründe für eine Zusammenarbeit und Zielsetzungen:
• Wie die ZHDK offeriert die WITS University in Johannesburg das weite Spektrum der Künste und ist eminent an transdisziplinären Unterrichtsmodi interessiert.
• Die WITS University hat eine ähnliche Grösse wie die ZHdK.
• Für Studierende und Dozierende aus Zürich ist die Konfrontation mit einer Kunstausbildung in einem Umfeld, das sozial, politisch und historisch voller Widersprüche, sozialer Kämpfe, post-kolonialistischer Probleme ist, von grosser Bedeutung. Die Studierenden erwerben Diskurs- und Kritikfähigkeit bezüglich eigener
wie fremder Arbeiten.
• Die Kooperation mit der WITS University soll Veränderungspotential für die eigene Curriculumsentwicklung erzeugen.