Künstler Johannes Willi zum Thema «Das Unsichtbare erfahrbar machen – Schmerzpatient*innen und ihre Erzählungen». Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem artists-in-labs program der ZHdK.
Der Künstler Johannes Willi war im Rahmen seiner artists-in-labs-residency (ZHdK) Gast am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich und am Zentrum für Schmerzmedizin Nottwil. Während der sechsmonatigen Residency zum Thema «Das Unsichtbare erfahrbar machen – Schmerzpatient*innen und ihre Erzählungen» beschäftigte er sich eingehend mit ethischen, philosophischen und medizinischen Fragestellungen sowie der Diagnose und Behandlung von chronischen Schmerzen. In seinem Vortrag beleuchtet er vor allem sein aus der Residency hervorgehendes Projekt, das er gemeinsam mit an chronischen Schmerzen leidenden Patient*innen realisiert. Einleitend stellt er sich anhand von ausgewählten, bestehenden künstlerischen Arbeiten vor.
Der in Basel lebende Künstler Johannes Willi absolvierte sein Studium im Bereich Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel und in der Fachrichtung Style & Design an der Zürcher Hochschule der Künste. In seiner bisherigen künstlerischen Laufbahn bewies er im Rahmen von Stipendien (Flora Ars+Natura, 2017; Atelier Mondial Stipendium Peking, 2016), Forschungsreisen (Schwerpunkt Primaten. Gashaka Gumti Nationalpark in Nigeria, gemeinsam mit Prof. Dr. Volker Sommer), Ausstellungen («Undisturbed Solitude» im Kunsthaus Hamburg, «Tree Abies Alba» im Tank Basel, «The Space Agency» im Espacio Odeon Bogota, «Beethovens Fünfte Symphonie» im Kunstmuseum Luzern zusammen mit dem Lucerne Festival, «On Fire - Vulnerable Footage» im SALTS in Birsfelden) seine Vielseitigkeit und sein umfassendes Interesse an der Schnittstelle von Kunst, Design und Forschung. Der Künstler wurde mit dem GGG Atelier 2013 – 2015, dem Werkbeitrag 2016, dem Manor Kunstpreis 2016 (Basel), dem Christina Spoerri Preis 2016, dem Kunstförderpreis Kanton Baselland 2018 und dem Kunstkredit Basel ausgezeichnet.
Johannes Willi lehrt regelmässig an der ZHdK in der Fachrichtung Trends & Identity. Zudem gibt er Workshops an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.
Das artists-in-labs program ist Teil des DKV der ZHdK und erforscht seit 2003 aktuelle Diskurse zwischen Kunst und Wissenschaft.
Die artists-in-labs Residency «Das Unsichtbare erfahrbar machen – Schmerzpatient*innen und ihre Erzählungen» wird unterstützt von der Stanley Thomas Johnson Stiftung.
Die öffentliche, interdisziplinäre Vorlesungsreihe «Kein Kino – Design Realities – Future Technologies» richtet sich an ein interdisziplinäres Publikum. Im Fokus der Reihe steht die Auseinandersetzung mit Projekten, die sich an der Schnittstelle von Design – Kunst – Technologie bewegen. Die vortragenden Expert:innen legen projektbezogen ihren Ideenfindung, ihre Designprozesse und ihre theoretische Fundierung offen und laden ein zur kritischen Auseinandersetzung mit dem präsentierten Material.
Die Vorlesungsreihe führt drängende Themen aus den Bereichen Game Design, Videokunst, Social Media, Tanz, Theater und Komposition für Film und neue Medien mit der Absicht zusammen, ausgewählte Trends in Kunst, Kultur und Design aufzuzeigen, deren gesellschaftstransformierende Kraft zu diskutieren und Schnittstellen zwischen den einzelnen Teilbereichen sichtbar zu machen.
Die Reihe versteht sich als Einladung zum Wissensaustausch und soll Impulsgeber für disziplinübergreifende Projekte sein.
Host & Kuration:
Maike Thies (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Departement Design)
Partner:
Immersive Arts Space ZHdK
Swissnex in Boston und New York