Die diesjährige Ausgabe des Creative Ecoomies Forum zeigt anhand von Fallbeispielen unterschiedlichster Disziplinen – Neurowissenschaften, Smart Cities, Künstliche Intelligenz, Fashion Technology –, wie Kreativschaffende wertvolle Synergien erzeugen und echte «Spillovers» generieren. Spillovers werden hier als die konkrete Anwendung künstlerisch-kreativer Tätigkeiten in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft verstanden, die oft Treiber für Innovationen sind. Doch welches Skillset ist für Kreative nötig, um branchenübergreifende Brücken zu bauen? Wie können Kreative mit Ingenieur:innen, Philosoph:innen, Psycholog:innen, Ökonom:innen etc. erfolgreich Ideen entwickeln? Diese und ähnliche Fragestellungen thematisiert das Forum in hochkarätigen Panels und Workshops. Die Teilnehmenden haben zudem die Chance, durch die Pluralität der Expert:innen ein vielschichtiges Bild zu gewinnen und ihre Skills zu erweitern. Denn die zukünftige Arbeitswelt wird mehr von der Frage nach relevanten Skills und Netzwerken geprägt sein, als von der Suche nach fixen Berufsbildern.
Einige Fragestellungen der Workshops:
Fashion Technology: Ohne die Weltraumforschung würde es viele innovative Hightech-Stoffe, die heute im Textilbereich verwendet werden, nicht geben. Was lässt sich daraus mit Blick auf die neusten Entwicklungen in der Raumfahrt für die Fashion Industry aber auch für die Zusammenarbeit von Ingenieur:innen und Kreativen ableiten?
Smart Cities: Mehr als 70% der weltweiten CO2-Emissionen entfallen auf die Städte. Wie kann die Kultur- und Kreativwirtschaft zur Entwicklung «kluger» Städte beitragen, sowohl aus systemischer Sicht als auch aus der Sicht einzelner Einwohner:innen? Welche Dimensionen sind hier wichtig?
Lobbying: Wieso sollten Kreative Lobbyarbeit betreiben? Und wie können Kunst und Kultur als Lobbying-Instrumente eingesetzt werden? Neben aktuellen politischen Entwicklungen, die die Kreativbranche betreffen, werden Tipps für die Gestaltung der eigenen Lobbyarbeit diskutiert.
Künstliche Intelligenz: Was bedeutet Künstliche Intelligenz (KI) für die kreativen und künstlerischen Berufe? Welche Fähigkeiten und Ansätze sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt? Welche Rolle könnten Kunsthochschulen bei diesen Entwicklungen spielen? Wie positioniert sich der Mensch – rechtlich, ethisch, philosophisch – gegenüber einer KI? Neben dem Eintauchen in diese Fragestellungen haben die Teilnehmenden die Möglichkeit einen Skills-Matching-Prototypen zu testen.
Ein weiteres Highlight wird am ersten Abend die Vorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms «The New Bauhaus» (www.thenewbauhaus.com) mit anschliessender Diskussion mit den Film-Produzenten sein. Darin geht es um László Moholy-Nagy, dessen bahnbrechender Ansatz, Technologie in Design zu integrieren, nichts von seiner inspirierenden Kraft eingebüsst hat.
Das CEF 2022 wird vom Zurich Centre for Creative Economies (ZCCE) organisiert
Das Zurich Centre for Creative Economies (ZCCE) ist ein Kompetenz- und Forschungszentrum an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Es analysiert Entwicklungen der Kreativwirtschaft, ordnet aktuelle Ereignisse in ihren Kontext ein und findet zukunftsfähige Strategien. Nach mehr als zehnjähriger Forschungstätigkeit im Bereich der Creative Economies an der ZHdK konnte durch die Unterstützung der Zürcher Kantonalbank im Jahr 2019 mit dem ZCCE ein eigenes Zentrum dafür aufgebaut werden. www.zhdk.ch/zcce
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